Orte in allen neun Bundesländern: die bekannten und die stillen Ziele
Städte und Natur lassen sich hier ungewöhnlich leicht kombinieren. Aus fast jeder Landeshauptstadt ist man in einer Stunde im Grünen.
Wege durch den Fels
Nach starken Regenfällen kommt es zu kurzfristigen Sperren. Ein Blick auf die Seite des Betreibers vor der Anfahrt ist deshalb sinnvoll.
Der Eintritt liegt üblicherweise im einstelligen Eurobereich und finanziert die Instandhaltung der Anlagen, die jedes Frühjahr überprüft werden müssen.
Almen und ihre Saison
Die Markierung sagt etwas über die Schwierigkeit aus: Blau steht für leichte, Rot für mittlere und Schwarz für anspruchsvolle Wege. Andere Beiträge zu österreichischen Themen stehen unter znaki.fm.
Höhenmeter sind aussagekräftiger als Kilometer. Für den Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
| Hohe Tauern | Salzburg, Tirol, Kärnten | Hochgebirge, größtes Schutzgebiet der Alpen |
| Neusiedler See | Burgenland | Steppensee und Schilfgürtel |
| Gesäuse | Steiermark | Fels und Wildfluss |
| Donau-Auen | Wien, Niederösterreich | Auwald an der Donau |
Marktbesuche richtig planen
Wochenmärkte gibt es in praktisch jeder größeren Gemeinde, meist an ein bis zwei fixen Tagen. Der Vormittag ist die sinnvolle Zeit für einen Besuch.
Ein Marktbesuch sagt mehr über den Alltag einer Stadt aus als die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
Was im Schutzgebiet gilt
Beim Queren von Weideflächen sind Zäune und Tore wieder zu schließen. Das klingt banal und ist für die Bauern von echter Bedeutung.
Feuer ist außerhalb ausgewiesener Stellen fast überall verboten. In Trockenperioden gelten zusätzlich befristete Verbote. Weitere Einträge zu eine Übersicht sehenswerter Orte sind nach Kategorien sortiert.
Unterwegs mit Kindern
Klammen sind für Kinder meist beeindruckend, mit Kinderwagen aber nicht befahrbar. Eine Trage ist die praktikable Lösung.
Museen und Schauhöhlen sind gute Ausweichziele bei schlechtem Wetter und in fast jeder Region vorhanden.
Stille Ziele finden
Gespräche vor Ort bringen die besten Hinweise. Wirtsleute und Hüttenpersonal kennen die Umgebung besser als jede Beschreibung.
Tourismusverbände der Regionen führen eigene Verzeichnisse, die vollständiger sind als überregionale Übersichten.
Was neben der Natur sehenswert ist
Mehrere Landschaften und Ortskerne stehen auf der Welterbeliste, darunter die Wachau und Teile des Salzkammerguts.
Bergwerke und Schaustollen sind in der Steiermark, in Salzburg und in Oberösterreich erhalten und geben Einblick in die industrielle Vergangenheit.
- Wegegebot in Schutzgebieten einhalten
- Abstand zu Weidevieh halten, Tore wieder schließen
- Abfall vollständig mitnehmen, auch organischen
- Drohnen in Nationalparks sind nicht erlaubt
Was am Ende bleibt
Österreich bietet auf kleiner Fläche mehr Ziele, als man in einem Leben abarbeiten kann. Sinnvoller als eine lange Liste ist die Entscheidung für wenige Regionen.
Die Jahreszeit entscheidet stärker über den Eindruck als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai anders als im September.
Was in den Rucksack gehört
Ausreichend Wasser ist wichtiger als Verpflegung. Quellen sind nicht überall vorhanden und nicht überall trinkbar.
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo.
Die Seenlandschaften des Landes
Der Neusiedler See im Burgenland ist ein Steppensee mit sehr geringer Tiefe. Er erwärmt sich früh und ist stark vom Wind geprägt, was ihn für Segeln und Surfen prädestiniert.
Viele Seeufer sind teilweise privat oder kostenpflichtig. Öffentliche Zugänge existieren, sind aber nicht überall gleich gut ausgeschildert.
Was wann sinnvoll ist
Im Frühjahr sind die Täler bereits grün, während höhere Lagen noch Schnee tragen. Diese Zeit eignet sich für Klammen, Flusstäler und Städte.
Öffnungszeiten von Klammen, Bahnen und Hütten sind saisonal. Wer außerhalb der Hauptsaison fährt, sollte sie einzeln prüfen.
Eine Talstufe weiter oder ein Seitental hinein ist der Andrang meist deutlich geringer, bei vergleichbarer Landschaft.
Die Wintersaison im Gelände
Präparierte Winterwanderwege sind geräumt und auch ohne Ausrüstung begehbar. Sie sind eine Alternative für alle, die nicht Ski fahren.
Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht. Wer abseits gesicherter Wege unterwegs ist, sollte ihn zwingend lesen.
Die Raggaschlucht im Kärntner Mölltal ist eines der bekannteren Beispiele und wird über eine Steganlage entlang des Wasserlaufs erschlossen.
Bauernmärkte verkaufen direkt vom Produzenten. Das ist teurer als im Supermarkt, dafür ist die Herkunft nachvollziehbar.
Verkehrsanbindung im Vergleich
Wanderbusse verbinden in vielen Regionen Talstationen mit Ausgangspunkten. Sie verkehren nur in der Saison und stehen nicht im Standardfahrplan.
Das Bahnnetz erschließt die Haupttäler gut. In Seitentälern übernehmen Postbusse, die aber deutlich seltener fahren, teils nur wenige Male am Tag.
Urbane Ziele im Land
Städtekarten mit Verkehrsmitteln und Eintritten rechnen sich ab etwa drei Besichtigungen pro Tag, darunter selten.
Wien ist mit Abstand die größte Stadt und deckt praktisch jedes Interesse ab, von Museen über Parks bis zu Märkten in den äußeren Bezirken.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Was geht im Winter abseits der Skigebiete?
Präparierte Winterwanderwege, Rodelbahnen, Thermen sowie Städtebesuche. Viele Naturziele sind in dieser Zeit nicht zugänglich.
Wann ist die beste Zeit für Bergtouren?
Von Juni bis Oktober. Der September gilt vielen als bester Monat, weil das Wetter stabil ist und der Andrang deutlich unter dem August liegt.
Sind Almhütten das ganze Jahr bewirtschaftet?
Nein, üblicherweise von Juni bis September. Außerhalb dieser Zeit gibt es dort weder Verpflegung noch verlässlich Wasser.
In Schutzgebieten gelten eigene Regeln. Sie stehen an den Eingängen und auf den Seiten der jeweiligen Verwaltung.
