Orte abseits der bekannten Routen: worauf man vor Ort achten sollte
Bergseen, Klammen, Almen, Städte und Märkte liegen hier oft nur wenige Kilometer auseinander. Das macht die Planung eines Wochenendes vergleichsweise einfach.
Welche Seen wofür geeignet sind
Kärnten hat mit dem Wörthersee und dem Millstätter See Seen, die im Sommer deutlich wärmer werden als die Gewässer weiter im Norden.
Der Neusiedler See im Burgenland ist ein Steppensee mit sehr geringer Tiefe. Er erwärmt sich früh und ist stark vom Wind geprägt, was ihn für Segeln und Surfen prädestiniert.
Was eine Klamm ausmacht
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Die Wege sind meist gut gesichert, aber schmal. Mit Kinderwagen sind sie in aller Regel nicht befahrbar.
Saison und Erreichbarkeit
Im Oktober beginnt die Almsaison zu enden. Hütten schließen, Bergbahnen stellen den Betrieb ein, und Wege werden teils nicht mehr gewartet.
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August.
Was mitgehört
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Regenschutz gehört auch bei stabiler Vorhersage in den Rucksack. Im Gebirge ändert sich die Lage innerhalb einer Stunde.
| Mai | Klammen, Täler, Städte | gering |
| Juli und August | Bergseen, Höhenwege | hoch |
| September | fast alles | moderat |
| November | Städte | sehr gering |
Fälle, Bäche und Wildflüsse
Wildflüsse wie die Enns im Gesäuse oder die Salza in der Steiermark prägen ganze Talschaften und sind für Kajak und Rafting erschlossen. Als Ausgangspunkt für die Suche eignet sich die Übersicht zu Ortsübersicht für Österreich.
Die Donau bildet die größte Flussachse des Landes. Die Wachau zwischen Melk und Krems ist als Kulturlandschaft besonders bekannt. Mehr Themen aus Österreich sind unter znaki.fm gesammelt.
Die Wintersaison im Gelände
Schneeschuhtouren erschließen Gelände abseits der Pisten, verlangen aber Kenntnis der Lawinenlage und entsprechende Ausrüstung.
Städtebesuche funktionieren im Winter besonders gut. Museen, Kaffeehäuser und Adventmärkte füllen den Tag ohne Abhängigkeit vom Wetter.
Ein Fazit zur Planung
Unterm Strich gilt: weniger Ziele, dafür mehr Zeit für das einzelne. Das gilt für Bergtouren genauso wie für Stadtbesuche.
Die Anreise verdient mehr Aufmerksamkeit als das Ziel. Sie entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Tag angenehm verläuft.
Feste Schuhe mit Profil sind die wichtigste Einzelanschaffung. Auf feuchtem Fels und auf Wurzelwegen entscheidet das über Sicherheit und Tempo.
- Im Winter Lawinenlagebericht prüfen, bevor es abseits der Wege geht
- Kurze Tage einplanen, ab etwa 16 Uhr wird es dämmrig
- Winterwanderwege als Alternative ohne Ausrüstung nutzen
- Bei Schlechtwetter auf Städte, Museen oder Thermen ausweichen
Was neben der Natur sehenswert ist
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
Burgruinen gibt es in fast jeder Region. Viele sind frei zugänglich, andere werden von Vereinen betreut und haben eingeschränkte Öffnungszeiten.
Die europaweite Notrufnummer 112 funktioniert auch ohne Empfang des eigenen Netzes, sofern irgendein Netz erreichbar ist.
Was für Jüngere funktioniert
Seen mit flachem Einstieg sind für kleinere Kinder sicherer. Bergseen fallen dagegen oft steil ab und sind sehr kalt.
Ein Wechselgewand im Rucksack erspart bei Bachläufen und Seen viel Diskussion.
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Wie man zum Ziel kommt
Wanderbusse verbinden in vielen Regionen Talstationen mit Ausgangspunkten. Sie verkehren nur in der Saison und stehen nicht im Standardfahrplan.
Für Rundtouren ist die öffentliche Anreise oft praktischer, weil man nicht zum Auto zurückkehren muss.
Rücksicht als Voraussetzung
In Schutzgebieten gilt meist Wegegebot. Das Verlassen markierter Wege ist nicht nur untersagt, sondern schädigt empfindliche Vegetation dauerhaft.
Drohnen sind in Nationalparks und über Wildschutzgebieten grundsätzlich nicht erlaubt. Auch außerhalb gelten enge rechtliche Grenzen.
Almen und ihre Saison
Bergbahnen verkürzen viele Anstiege erheblich und machen hochgelegene Ziele auch für weniger Geübte erreichbar. Ihre Betriebszeiten sind saisonal begrenzt.
Schutzhütten der alpinen Vereine bieten Übernachtung, meist im Lager. Eine Reservierung ist in der Hauptsaison praktisch immer erforderlich.
Warme Zwischenschicht nicht vergessen: Pro tausend Höhenmeter sinkt die Temperatur um mehrere Grad, dazu kommt der Wind.
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Stadtluft zwischen Wien und Bregenz
Die interessanteren Viertel liegen meist außerhalb der touristischen Zentren. In Wien betrifft das etwa Ottakring oder die Bezirke entlang des Gürtels.
Städtekarten mit Verkehrsmitteln und Eintritten rechnen sich ab etwa drei Besichtigungen pro Tag, darunter selten.
Häufige Fragen zu Ausflugszielen in Österreich
Welche Ziele eignen sich mit Kindern?
Themenwege mit Stationen, Seen mit flachem Einstieg und Almhütten. Die Wegzeit sollte etwa anderthalb- bis doppelt so lang angesetzt werden.
Gibt es Welterbestätten in Österreich?
Ja, mehrere. Dazu zählen unter anderem die Wachau an der Donau und Teile des Salzkammerguts.
Was kostet ein Ausflugstag?
Das Wandern selbst nichts. Die Kosten entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr, wobei die Bahn meist der größte Posten ist.
Dieser Überblick ersetzt keine Tourenplanung. Wetterbericht und aktuelle Hinweise der Region gehören vor jeden Ausflug.